HOW TO: YOGASTUNDEN VORBEREITEN

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Was ist die wohl größte Herausforderung als frisch gebackener Yogalehrer? Genau: das Kreieren guter Yogastunden mit sinnvollen Asana-Abfolgen. Drum hab ich mir gedacht, dass ich heute mal mit euch teile, wie ich mich da selbst ran getastet habe, bzw. es auch immer noch tue. Ich habe verschiedene Arten, meine Yogastunden vorzubereiten – vielleicht ist ja auch eine schöne Inspiration für deine Yogastunde dabei… 🙂  

Die Themen-Yogastunde

Gib deiner Yogastunde ein Thema! Zum Beispiel Herzöffner oder Rückengesundheit, Detox, „Balance your Life“, „Anti-Stress-Yoga“, Chakra Yoga, „Get bendy“… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! So hast du einen wunderbaren roten Faden, dem du folgen kannst. Wenn ich eine Yogastunde mit Schwerpunkt unterrichte, überlege ich mir im Vorfeld immer zuerst das Thema. Nehmen wir mal LIEBE. Da bieten sich ja Herzöffner an. Also gucke ich mir an, welche Asanas herzöffnend sind. Um nach einer Herzöffner-Stunde auch weiterhin geerdet zu bleiben und nicht mit rosa-roter Brille durch die Gegend zu schweben, füge ich zusätzlich erdende Asanas hinzu. So kreiere ich aus diesen Komponenten eine sinnvolle Abfolge. Auch den Sonnengruß verändere ich dann und ergänze ihn mit passenden Asanas. Zusätzlich greife ich während der Yogastunde das Thema immer wieder auf und erinnere die Schüler verbal daran.

Yogastunden mit Sankalpa

Eine weitere Idee, wie du deine Yogastunden gestalten kannst: lade deine Yogaschüler dazu ein, ihre Praxis einem Sankalpa zu widmen. Ein Sankalpa (auch Samkalpa) kann ein Vorsatz, Ziel, Wunsch oder eine Affirmation sein. Beginne die Stunde in Ruhe, sodass der Sankalpa gesetzt werden kann. Erinnere während der Yogapraxis in kleinen Zwischenpausen (wie etwa in der Haltung des Kindes) an den Sankalpa, sodass deine Yogaschüler im Thema bleiben und ihre Aufmerksamkeit immer wieder zurück auf ihren Wunsch richten. Hier kannst du mehr über Sankalpa nachlesen, wenn du es etwas genauer wissen möchtest.

Intuitiv unterrichten

Eine eher fortgeschrittene Variante: Freestyle Yoga! Bereite dir mehrere thematische Playlists (siehe oben) vor und stell beim Abspielen dann aber den Shuffle-Modus an. Lass dich einfach von der Musik zu Asanas inspirieren und unterrichte intuitiv, was gerade jetzt zu diesem Song und deiner Stimmung / der Stimmung deiner Schüler passt. Ich finde es jedes Mal cool zu sehen, was ganz natürlich entstehen kann, wenn man es einfach fließen lässt. Zugegebenermaßen echt eher was für erfahrenere Yogalehrer oder eben für dich zu Hause 😉 Probier’s doch mal aus!

Die Musik-Methode

Eine ganz klassische Herangehensweise, Yogastunden zu kreieren ist das Unterrichten nach einer Playlist. So bin ich gestartet und bereite meine Yogastunden noch immer vor. Ich erstelle eine Playlist, die die Länge meiner Yogaklasse hat (30, 70 und 80 Minuten). Hierbei achte ich natürlich darauf, dass die Lieder von ihrer Schnelligkeit und auch vom Text her passend zu meinen Asanas sind. Das kann manchmal ganz schön tricky sein und man sucht mitunter eeeeewig nach DEM Song. Aber ich bin jedes Mal total happy, wenn ich eine schöne Playlist für meine Yogastunde erstellt habe. Vorteil: man bleibt auf jeden Fall gut in der Zeit und wenn man eine Playlist schon häufiger verwendet hat, weiß man genau, bei welchem Song welche Asana kommt und wird immer routinierter. Das kann gerade am Anfang wirklich gut helfen 🙂 Wenn du noch nach Inspiration suchst, dann kannst du dir ja gerne hier meine Yoga Playlists angucken bzw. anhören.

Tipp: Notizen!

Und zum Schluss noch ein allgemeiner Tipp für die Vorbereitung deiner Yogastunden: Aufschreiben! Ich habe zu allen Yogastunden, die ich besuche immer mein Notizheft dabei, um mir Notizen zu machen. Ich finde es schön, mich von anderen Yogalehrern inspirieren zu lassen. Also schreibe ich mir häufig nach Yogastunden Dinge auf, die mir gefallen haben und die ich eventuell auch gerne selbst mal in meinen Klassen anwenden würde. Das können Asana-Abfolgen, ein bestimmter Song oder auch eine ganz spezielle Ansprache an die Yogaklasse sein. Ich finde es schön, mich und meinen Yogaunterricht immer weiter zu entwickeln und aus verschiedenen Inspirationsquellen mein ganz eigenes Ding zu formen 🙂